Data Security Posture Management (DSPM)
Zuletzt aktualisiert | 27. Januar 2026 |
Erfahren Sie, wie DSPM Cloud-Daten findet, klassifiziert und schützt
Data Security Posture Management (DSPM) hilft Ihnen, sensible Daten in Multi-Cloud-Umgebungen zu erkennen und zu schützen. Es bietet Ihnen Einblick darin, wo sich Daten befinden, wer darauf zugreifen kann und welche Exposures damit verbunden sind. DSPM bildet Datenflüsse ab, analysiert Zugriffspfade und identifiziert Fehlkonfigurationen, die zu einem Datenschutzvorfall führen könnten. Lesen Sie weiter, um zu erfahren, wie sich DSPM von anderen Tools wie Cloud Security Posture Management (CSPM) oder Data Loss Prevention (DLP) unterscheidet.
Inhalt
- Was ist Data Security Posture Management (DSPM)?
- Warum DSPM für Cloud-Sicherheit unerlässlich ist
- Wichtige Vorteile von Data Security Posture Management
- Wie DSPM in Cloud-Umgebungen funktioniert
- Häufige DSPM-Anwendungsfälle
- DSPM in DevSecOps
- Schattendaten und DSPM
- DSPM für Compliance und Audits
- DSPM zur Reduzierung von Cloud-Risiken
- DSPM und CSPM: Was ist der Unterschied?
- DSPM und Exposure Management
- Worauf Sie bei einer DSPM-Lösung achten sollten
- DSPM FAQ
- Tenable Cloud Security und DSPM
- DSPM-Ressourcen
- DSPM-Produkte
Was ist Data Security Posture Management (DSPM)?
Data Security Posture Management (DSPM) identifiziert und mindert das Risiko von Daten-Exposure in Cloud-Umgebungen.
Eine DSPM-Lösung identifiziert sensible Daten, klassifiziert sie, bildet deren Bewegungswege ab und kennzeichnet übermäßige Zugriffsrechte oder unsichere Konfigurationen, die diese Daten gefährden könnten.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Tools für Datensicherheit, die isoliert arbeiten Cloud-native Risiken. Es trägt der Komplexität heutiger Umgebungen Rechnung: Multi-Cloud, Multi-Identity, hohe Geschwindigkeit und starke Gefährdung.
DSPM-Plattformen helfen Sicherheitsteams bei der Beantwortung kritischer Fragen:
- Wo sind unsere sensiblen Daten?
- Wer oder was kann darauf zugreifen?
- Ist dieser Zugriff notwendig oder überprivilegiert?
- Gibt es Fehlkonfigurationen, die die Daten öffentlich zugänglich oder anfällig für Angreifer machen?
Richtig angewendet, bietet DSPM Ihnen einen kontinuierlichen Überblick über das Risiko von Cloud-Daten, nicht nur Momentaufnahmen. Es ermöglicht eine proaktive Behebung, bevor Vorfälle auftreten, und unterstützt DSPM-Anwendungsfälle in den Bereichen Sicherheit, Compliance, Datenschutz und DevSecOps-Teams.
Warum DSPM für Cloud-Sicherheit unerlässlich ist
Die Cloud hat den Wildwuchs von Daten stark begünstigt. Teams können Dienste in Sekunden bereitstellen, Terabytes an Kundendaten speichern und sich in Hunderte von Drittanbieter-APIs integrieren. Diese Flexibilität hat jedoch ihren Preis. Man verliert leicht den Überblick darüber, wo sich sensible Daten befinden und welchen Gefährdungen sie ausgesetzt sind.
DSPM begegnet dem, indem es Einblicke in Datenstandorte, Konfigurationen, Zugriffspfade und Identitäten ermöglicht. Es bringt Licht in die dunklen Ecken Ihres Cloud-Datenbestands, wo übermäßige Berechtigungen, gemeinsam genutzte Zugangsdaten, Schattenspeicher oder unverschlüsselte Assets oft unbemerkt bleiben.
Außerdem stärkt es Ihre Cloud-Compliance und Audit-Bereitschaft durch die Unterstützung von Frameworks, gestützt durch Nachweise und Kontrollen, die sensiblen Daten zugeordnet sind.
Und mit zunehmender Reife der Cloud-Sicherheit ermöglicht DSPM eine engere Abstimmung auf cloud-native Sicherheitsstrategien wie Exposure Management und Cloud-native Application Protection Platforms (CNAPP).
Wichtige Vorteile von Data Security Posture Management
1.
Sensible Daten automatisch identifizieren und klassifizieren
DSPM-Tools durchsuchen strukturierte und unstrukturierte Daten auf AWS-, Azure-, GCP- und SaaS-Plattformen, um sensible Daten umfassend zu identifizieren und zu klassifizieren. Sie verwenden Datenklassifizierungsmodelle, um regulierte Daten und benutzerdefinierte, sensible Daten, die für Ihr Unternehmen relevant sind, zu kennzeichnen.
2. Datenflüsse und Beziehungen abbilden
DSPM visualisiert, wie sensible Daten durch Cloud-Services, Anwendungen, APIs und Identitäten fließen. Es hilft Ihnen, den Wirkungsradius und die laterale Ausbreitung zu
verstehen und herauszufinden, welche Datasets am meisten gefährdet sind, wenn Sie Fehlkonfigurationen haben oder zu viele Zugangsberechtigungen besitzen.
3. Übermäßigen Zugriff und toxischen Kombinationen erkennen
DSPM-Lösungen analysieren Zugriffsrichtlinien, um Probleme wie den Zugriff für „allAuthenticatedUsers“ sowie Dienstkonten mit administrativen Berechtigungen aufzudecken. In Kombination mit der Gefährdung durch öffentliche Buckets, schwache Verschlüsselung oder offene Ports ergeben sich daraus kritische Risiken, die Angreifer ausnutzen können.
4.
Risiken priorisieren
Anstatt Sie mit Warnmeldungen zu überhäufen, verknüpft die DSPM-Software das Risiko von Daten-Exposure mit der Sensibilität der Daten, der Ausnutzbarkeit und den geschäftlichen Auswirkungen, sodass Ihre Teams wissen, welche Cyberbedrohungen für Ihre individuellen Anforderungen und Umgebungen ein tatsächliches Risiko darstellen.
5. Mit Zuversicht beheben
Führende DSPM-Plattformen bieten kontextbasierte Anleitung zur Behebung. Dazu können beispielsweise das Entziehen von Zugriffsrechten, das Verschlüsseln von Daten, das Korrigieren einer S3-Richtlinie oder das Widerrufen ungenutzter Berechtigungen umfassen. Integrationen mit Tools für Cloud Security Posture Management (CSPM) und Cloud Infrastructure and Entitlements Management (CIEM) tragen dazu bei, die Durchsetzung zu optimieren.
Wie DSPM in Cloud-Umgebungen funktioniert
DSPM folgt einem kontinuierlichen Zyklus:
1. Discovery
Scannt Cloud-Umgebungen nach Datenspeichern, Datenbanken, Containern, SaaS-Diensten und Cloud-Infrastrukturen. Die Erkennung umfasst strukturierte, unstrukturierte und halbstrukturierte Daten und spürt Schattendaten auf, die sich möglicherweise in nicht autorisierten Tools oder nicht verwalteten Cloud-Assets befinden.
2. Klassifizierung
Kennzeichnet sensible Daten automatisch auf der Grundlage von Compliance-Frameworks und Geschäftslogik. DSPM kann auch die benutzerdefinierte Klassifizierung von geistigem Eigentum oder geschützten Daten unterstützen.
3. Zugriffsanalyse
Bewertet, wer und was auf Daten zugreifen kann, einschließlich menschlicher Benutzer, Maschinenidentitäten, Dienstkonten, SaaS-Integrationen von Drittanbietern und Workloads. Dieser Schritt steht im Einklang mit CIEM-Funktionen.
4. Lagebewertung
Sucht nach Fehlkonfigurationen in der Cloud, wie z. B. öffentliche Buckets, deaktivierte Protokollierung, offene Ports, übermäßig freizügige Rollen oder ungesicherte Data Lakes. DSPM verknüpft diese Konfigurationsrisiken direkt mit den Assets, auf die sie sich auswirken.
5. Risikomodellierung
Verwendet Exposure-Diagramme, um toxische Kombinationen zwischen fehlkonfigurierten Ressourcen, übermäßigem Zugriff und sensiblen Daten abzubilden. DSPM hilft Sicherheitsteams bei der Visualisierung von Angriffspfaden und bei der Priorisierung von Risiken mit hoher Auswirkung.
6. Behebung und Reaktion
Priorisiert und behebt die relevantesten Exposures mithilfe von geführter Behebung und Richtlinienautomatisierung. Die Kombination von Tools für Security Orchestration, Automation and Response (SOAR), Cloud Native Application Protection Platforms (CNAPPs) oder Security Information and Event Management (SIEM) kann Ihnen helfen, Ihre Reaktionsprozesse zu automatisieren.
Gängige DSPM-Anwendungsfälle
DSPM liefert Mehrwert durch praktische, wirkungsvolle Anwendungsfälle, die die größten heutigen Herausforderungen im Bereich Cloud-Daten angehen. Von der Prävention von Sicherheitsverletzungen bis zur Gewährleistung der Compliance unterstützt es Ihre Teams dabei, Daten-Exposure proaktiv zu verwalten und die Sicherheit an den Geschäftsanforderungen auszurichten.
Im Folgenden werden einige gängige Methoden vorgestellt, wie Unternehmen DSPM nutzen, um Risiken zu mindern:
- Identifizieren risikoreicher Exposure-Pfade von Daten, bevor Angreifer dies tun, um das Risiko einer Datenpanne zu verringern.
- Nachweisen, dass der Umgang mit sensiblen Daten den Branchenstandards und Vorschriften entspricht und unter Kontrolle steht
- Pflegen von Bestands- und Richtliniennachweisen für regulierte Datensätze, um für Audits gerüstet zu sein
- Reduzieren von Risiken mittels Durchsetzung des Least-Privilege-Prinzips
- Ermitteln nicht autorisierter Dienste, die sensible Daten speichern oder verwenden
- Identifizieren und Mindern von KI-bezogenen Datenrisiken in Ihrem gesamten Cloud-Footprint
- Entwicklern ermöglichen, riskante Daten-Exposure frühzeitig in der Pipeline zu erkennen
- Etablieren einer nachhaltigen Kontrolle über Datenresidenz, Datenhoheit und Nutzungsrichtlinien
DSPM in DevSecOps
DSPM integriert Erkenntnisse zur Daten-Exposure in Ihren DevSecOps-Lebenszyklus und unterstützt Entwickler dabei, den Prozess nach vorne zu verlagern (Shift-Left) sowie riskante Datenverarbeitungsprozesse zu erkennen, bevor Code in Produktionsumgebungen gelangt.
Wenn Sie DSPM in Ihre CI/CD-Pipelines integrieren, scannt es Infrastructure as Code (IaC), Container-Images, APIs und Deployment-Manifeste in Echtzeit. Es kennzeichnet Probleme wie sensible Daten, die in Testumgebungen verbleiben, oder Geheimnisse, die in Containern eingebettet sind.
Mit dieser Transparenz können Ihre Entwickler Probleme frühzeitig beheben. Sie können Speicher verschlüsseln, Zugriffsrechte einschränken oder eingebettete vertrauliche Daten entfernen, bevor diese sich in verschiedenen Umgebungen verbreiten.
DSPM hilft Ihnen, toxische Kombinationen zu erkennen, wie beispielsweise öffentlicher Zugriff auf Geheimnisse, die mit Dienstkonten verknüpft sind, und stellt klare Schritte zur Problembehebung bereit. . Sie können sogar Korrekturen durch Policy-as-Code-Workflows automatisieren.
Das Ergebnis sind reibungslosere Releases, weniger Überraschungen nach der Bereitstellung und eine bessere Abstimmung zwischen Sicherheit und Entwicklungsgeschwindigkeit.
DSPM unterstützt außerdem compliance-orientiertes DevOps. Es erleichtert die Durchsetzung von Privacy-by-Design-Prinzipien und das Hinzufügen von Data Governance-Prüfungen direkt in Entwicklungs-Pipelines.
Ihr Team kann Berichte automatisch erstellen, während Enforcement Gates (Durchsetzungspunkte für Sicherheitsrichtlinien) verhindern, dass Verstöße gegen datenbezogene Richtlinien weitergeleitet werden, was bei Audits Zeit spart und Risiken minimiert.
Letztendlich verbindet DSPM Code, Daten und Bereitstellung in einer einheitlichen Pipeline, so dass sensible Daten während der Erstellung des Builds, Tests oder der Bereitstellung niemals unentdeckt bleiben. Es sorgt dafür, dass Sicherheit, Compliance und Entwickler-Agilität miteinander in Einklang stehen.
Schattendaten und DSPM
Schattendaten sind sensible Informationen, die sich an Orten verbergen, die Sie weder verwalten noch überwachen, wie beispielsweise alte Datenbanken, vergessene Testumgebungen oder SaaS-Anwendungen, die außerhalb Ihres Governance-Rahmens eingerichtet wurden.
Betrachten Sie es als die dunkle Seite der Cloud: eine nicht überwachte Oberfläche, die Angreifer gerne ausnutzen.
DSPM adressiert Schattendaten, indem es über zugelassene Umgebungen hinausgeht. Es scannt jeden verbundenen Account, Dienst, Container und jede Schatten-SaaS-Anwendung nach strukturierten und unstrukturierten Daten. Das System kartiert seine Funde und markiert sensible Inhalte, wo immer diese sich befinden – selbst in vergessenen Test-Buckets oder Trainingsdatensätzen für KI-Modelle.
Nach der Erfassung klassifiziert und kontextualisiert DSPM jedes Repository.
- Enthält dieser nicht verwaltete Data Lake vertrauliche Informationen?
- Befindet sich Quellcode in einem aufgegebenen Entwickler-Bucket?
Das ist noch nicht alles.
DSPM führt zusätzlich Identitäts- und Konfigurationsanalysen durch, um toxische Kombinationen aufzudecken, wie beispielsweise öffentlichen Schreibzugriff auf einen vergessenen Datenspeicher, der mit abgelaufenen Administratorzugangsdaten verknüpft ist.
Geführte Behebungsmaßnahmen helfen Ihnen dabei, Schattendaten wieder unter Kontrolle zu bringen. Sie können die Daten in einen genehmigten Speicher migrieren, riskante Zugriffsrechte widerrufen, veraltete Kopien löschen oder die Daten, die Sie behalten müssen, sicher verschlüsseln.
Durch die Wiedergewinnung von Transparenz und Kontrolle über diese Unbekannten verringert DSPM Ihre Angriffsfläche und beseitigt eine der häufigsten Ursachen für nicht erfasste Risiken.
DSPM für Compliance und Audits
Vorschriften erfordern eine strenge Kontrolle darüber, wer auf sensible Daten zugreifen kann, mit stichhaltigen Beweisen zur Untermauerung.
Hierbei hilft DSPM bei der Compliance. Es automatisiert Workflows, die Ihr Compliance-Programm stärken und Audits wesentlich weniger schmerzhaft machen.
Zunächst werden Daten kontinuierlich erfasst und anhand von gesetzlich vorgeschriebenen Kategorien klassifiziert, wie beispielsweise Finanzunterlagen oder geschützte Gesundheitsdaten. Sie sehen, wo diese Daten liegen, wer darauf zugreifen kann und wo sie Sicherheitslücken aufweisen.
Anschließend überprüft DSPM Ihre Konfigurationen und Identitätseinstellungen, um sicherzustellen, dass diese den Richtlinienanforderungen entsprechen. Das bedeutet, dass Verschlüsselung dort erfolgt, wo sie erforderlich ist, der öffentliche Zugriff gesperrt ist und Zugriffsrechte dem Prinzip der geringsten Rechte folgen.
Sollte etwas nicht mehr vorschriftsmäßig sein, wird dies von DSPM in übersichtlichen, mit Risikobewertungen versehenen Dashboards gekennzeichnet.
Wenn die Prüfer kommen, sind Sie bereit. DSPM liefert Ihnen aussagekräftige Berichte, die Datensätze Kontrollen zuordnen, Behebungsmaßnahmen aufzeigen und Zeitstempel enthalten. Denken Sie daran: Prüfer wollen Beweise, keine Versprechungen.
Mithilfe von anpassbaren Dashboards können Sie zudem den Compliance-Status und den Fortschritt bei der Behebung im Zeitverlauf verfolgen.
Wenn sich die Vorschriften ändern, passt sich DSPM an. Es aktualisiert Datenkategorien, unterstützt benutzerdefinierte Kennzeichnungen und optimiert Klassifizierungsmodelle, um neuen Anforderungen gerecht zu werden.
Dank kontinuierlichem Monitoring bleibt Ihre Sicherheitslage stets auditfähig, auch wenn sich Ihre Cloud-Umgebungen weiterentwickeln.
DSPM kann den Aufwand bei Audits verringern, das Risiko von Bußgeldern senken und Ihrem Team dabei helfen, die Zertifizierungsbereitschaft mit weniger Aufwand aufrechtzuerhalten.
DSPM zur Reduzierung von Cloud-Risiken
Im Kern konzentriert sich DSPM darauf, die Reduzierung von Cloud-Datenrisiken auf gezielte und messbare Weise voranzutreiben. Es ergänzt Ihre Infrastruktur- und Identitätstransparenz um Datenkontext, sodass Sie echte Angriffspfade aufdecken können und nicht nur theoretische Schwachstellen.
Es beginnt mit der automatischen Identifizierung sensibler Daten in Multi-Cloud- und SaaS-Umgebungen.
Auf dieser Grundlage erstellt DSPM Exposure-Diagramme – visuelle Modelle, die veranschaulichen, wie Identitäten, Konfigurationen, Netzwerkpfade und Daten miteinander interagieren.
Man kann sehen, wie eine unverschlüsselte Datenbank gepaart mit veralteten Admin-Zugangsdaten einen direkten P für Angreifer schafft. Diese klar erkennbaren Angriffspfade dienen als Orientierung für Ihre Behebungsmaßnahmen.
DSPM wendet zudem Risikobewertungen an, um tatsächliche Risiken zu priorisieren. Ein Test-Bucket, das Dummydaten preisgibt, erhält eine niedrigere Bewertung als ein falsch konfigurierter Datenspeicher, der echte Kundendatensätze offenlegt. Es hilft Ihnen, Korrekturen auf Geschäftsprioritäten abzustimmen.
Sobald Sie gefährliche Exposures identifiziert haben, können Sie mithilfe einer geführten Behebung auf einfache Weise Zugriffsrechte widerrufen, Daten verschlüsseln oder Konfigurationen anpassen. DSPM lässt sich in CIEM-, CSPM-, SIEM/SOAR- oder CNAPP-Tools integrieren, um manuelle und automatisierte Reaktionen zu ermöglichen.
Da eine kontinuierliche Überwachung integriert ist, ist die Reduzierung von Cloud-Risiken keine einmalige Angelegenheit. DSPM hält in Echtzeit Ausschau nach neuen Datenspeichern, Konfigurationsdrift oder Identitätsänderungen, damit Ihr Unternehmen seine Exposures weiter reduzieren kann.
Das Ergebnis: Eine messbare Reduzierung Ihrer Angriffsfläche in der Cloud, weniger Datenlecks und eine engere Zusammenarbeit zwischen Sicherheits-, Entwicklungs- und Governance-Teams.
DSPM und CSPM: Worin besteht der Unterschied?
CSPM konzentriert sich auf die Absicherung von Infrastruktur-Konfigurationen, Netzwerken, Workloads und Diensten.
DSPM fügt eine fehlende Ebene hinzu: Daten.
CSPM kann Sie zwar auf einen öffentlichen Bucket oder eine offene Firewall-Regel hinweisen, sagt Ihnen aber nicht, ob diese Ressource Kundendaten enthält. DSPM beantwortet diese Frage und zeigt Ihnen dann das volle Ausmaß Ihrer Sicherheitsrisiken auf.
Stellen Sie sich CSPM so vor, als würden Sie die Schlösser und Fenster Ihres Hauses überprüfen. Es sagt Ihnen, ob Sie eine Tür offen oder ein Fenster unverschlossen gelassen haben. Aber es verrät nicht, welche Wertsachen sich im Inneren befinden.
DSPM beantwortet die Frage „Was ist gefährdet?“, um Ihnen zu zeigen, ob Sie sensible Kundendaten in einem offenen Bucket oder einer offenen Datenbank haben.
In Kombinationen bieten DSPM und CSPM eine mehrschichtige Sichtbarkeit. Sie können die Schwachstelle in der Infrastruktur (über CSPM) erkennen und die Auswirkungen auf Daten (über DSPM) bewerten, um sich ein genaues Bild des Risikos zu verschaffen.
DSPM und Exposure Management
Sie stärken Ihre Sicherheitslage durch die Einbindung von DSPM in Ihre Exposure Management-Strategie. Es hilft Ihnen, Risiken proaktiv zu reduzieren, indem es Ihnen einen klaren Überblick über Ihre gesamte Datenangriffsfläche bietet.
DSPM zeigt Ihnen, wo sich sensible Daten in Ihren Multi-Cloud-Umgebungen befinden, wer darauf zugreifen kann und wie durch Fehlkonfigurationen gefährliche Exposure-Pfade entstehen.
Durch die Kombination von DSPM mit CSPM und CIEM in einer einheitlichen Exposure Management-Plattform erhalten Sie eine einheitliche Sicht auf Risiken.
- CSPM erkennt öffentliche Speicher-Buckets.
- CIEM hebt überprivilegierte Benutzer hervor.
- DSPM verknüpft diese Ergebnisse mit den tatsächlich gefährdeten sensiblen Daten.
Gemeinsam decken sie toxische Kombinationen auf, wie beispielsweise einen Super-Admin-Benutzer, der auf eine öffentlich zugängliche Datenbank mit Kundendaten zugreift. Diese Probleme mögen für sich genommen nicht kritisch erscheinen, aber zusammengenommen stellen sie einen ernsthaften, ausnutzbaren Angriffspfad dar.
Anstatt jeder Fehlkonfiguration hinterherzulaufen, hilft Ihnen DSPM, Prioritäten anhand der Datensensibilität, der Zugriffskritikalität und der geschäftlichen Auswirkungen zu setzen. Außerdem erhalten Sie klare, auf den Kontext abgestimmte Behebungsmaßnahmen, wie beispielsweise das Entziehen bestimmter Berechtigungen oder die Verschlüsselung eines gefährdeten Datenspeichers, damit Ihre Teams schnell handeln können.
Mit DSPM gehen Sie sich über reines Alarmrauschen hinaus und erhalten umsetzbare Erkenntnisse. Ihre Reaktion wird schneller und präziser, und Ihre Angriffsfläche schrumpft auf eine Weise, die das reale Datenrisiko direkt reduziert.
Worauf Sie bei einer DSPM-Lösung achten sollten
Nicht alle DSPM-Plattformen bieten das gleiche Maß an Schutz. Um Risiken im Zusammenhang mit Cloud-Daten zu verringern, benötigen Sie eine Lösung, die über eine einfache Erkennung hinausgeht und kontextbezogene, umsetzbare Informationen liefert.
Suchen Sie nach einer DSPM-Plattform, die Multi-Cloud- und SaaS-Umgebungen unterstützt, damit Sie eine konsistente Transparenz über AWS-, Azure-, GCP- und SaaS-Anwendungen hinweg haben. Sie sollte agentenloses, API-basiertes Scanning nutzen, um blinde Flecken zu vermeiden und den Betriebsaufwand zu reduzieren, während eine kontinuierliche Überwachung ohne Beeinträchtigung von Workloads gewährleistet wird.
Automatisierte Erkennung ist entscheidend, um Schattendaten wie vergessene Buckets, nicht verwaltete Datenbanken und nicht autorisierte SaaS-Tools aufzudecken. Nach dem Auffinden sollte DSPM die Daten nach Sensibilität und regulatorischen Anforderungen klassifizieren, damit Sie das Wichtigste .
Zudem muss es Identitäten, Rollen und Berechtigungen analysieren, um überprivilegierte Konten und toxische Kombinationen von Berechtigungen zu erkennen. Kontext ist ebenfalls wichtig. DSPM sollte aufzeigen, wie Fehlkonfigurationen, Identitäten und Daten zusammenwirken und so konkrete Angriffspfade bilden, und nicht nur isolierte Warnmeldungen ausgeben.
Integration ist entscheidend.
Eine gute DSPM-Lösung arbeitet mit CSPM-, CIEM- und CNAPP-Tools zusammen, um eine einheitliche Risikobetrachtung zu erhalten. Außerdem sollte eine Risikobewertung auf der Grundlage des Schweregrads und der geschäftlichen Auswirkungen einer Sicherheitslücke erfolgen, damit Sie wissen, welche Probleme zuerst behoben werden müssen.
Schließlich sollten Sie auf eine angeleiteter Behebung achten. Die besten DSPM-Plattformen stellen klare Maßnahmen bereit, wie den Entzug von Berechtigungen, die Verschlüsselung von Daten oder die Sperrung von öffentlichem Zugriff, und bieten Automatisierungsoptionen, um die Reaktion zu beschleunigen.
DSPM FAQ
Häufig gestellte Fragen zu DSPM:
Welche Arten von Daten werden durch DSPM geschützt?
DSPM schützt strukturierte und unstrukturierte sensible Daten, einschließlich Kundendaten, Zahlungsdaten, Gesundheitsinformationen, IP und Quellcode. Es hilft außerdem dabei, Schattendaten in Cloud-nativen Umgebungen abzusichern.
Ist DSPM für Compliance erforderlich?
DSPM ist zwar nicht obligatorisch, trägt jedoch durch kontinuierliche Datentransparenz und Risikokontrolle zur Erfüllung von Compliance-Anforderungen bei. Viele Prüfer erwarten mittlerweile Nachweise für Datenklassifizierung und Access Governance sowie Belege für Maßnahmen, die das Risiko von Datenvorfällen mindern – was DSPM unterstützt.
Kann DSPM DLP oder CSPM ersetzen?
Nein. DSPM ergänzt diese Tools. DLP schützt Daten im Ruhezustand, während der Übertragung und bei der Nutzung, indem es Richtlinien durchsetzt, die unbefugten Zugriff oder unbefugte Weitergabe verhindern, beispielsweise indem es Benutzern das Kopieren sensibler Dateien auf USB-Sticks oder in Cloud-Speicher untersagt. CSPM sichert die Infrastruktur ab. DSPM konzentriert sich auf ruhende Daten und deren Gefährdungslage, insbesondere in dynamischen, cloud-nativen Umgebungen.
Bietet Tenable DSPM an?
Ja. Tenable Cloud Security verfügt über DSPM-Funktionen, die sensible Daten in der Cloud identifizieren, klassifizieren und schützen. DSPM ist Teil einer umfassenderen Exposure Management-Strategie, die CSPM, CIEM und Cloud-Schwachstellenmanagement umfasst.
Tenable Cloud Security und DSPM
Die Tenable-Funktionen für Data Security Posture Management sind Teil seiner einheitlichen Cloud-Sicherheitsplattform, die DSPM, CSPM, Schwachstellenmanagement und Identitätsrisikoanalyse integriert. Mit Tenable gewinnen Sie tiefgehende Einblicke in:
- Den Speicherort sensiblen Daten
- Wie diese Daten fließen
- Wer darauf zugreifen kann
- Welche Exposure-Pfade ein echtes Risiko darstellen
Durch den Abgleich von Datenzugriff mit Cloud-Fehlkonfigurationen, überprivilegierten Rollen und externer Zugänglichkeit hilft Tenable Ihnen, die wirklich wichtigen Sicherheitslücken zu identifizieren und zu beheben. DSPM ist Teil einer umfassenden Exposure Management-Strategie und bietet Ihnen die nötige Klarheit und den Kontext, um kritische Cloud-Daten zu schützen.
Erfahren Sie, wie Tenable Cloud Security das Data Security Posture Management unterstützt.
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