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Vulnerability Intelligence Report: Ein bedrohungsorientierter Ansatz für die Priorisierung

Das Ziel von Tenable Research bestand darin, Unternehmen genau die Daten aus der Praxis bereitzustellen, die sie benötigen, um einen bedrohungsorientierten Ansatz für das Schwachstellen-Management zu verfolgen.

Einblick in die tatsächliche Lage beim Thema Cyber Exposure zu erhalten – also wie Verteidiger tatsächlich agieren, nicht was sie meinen oder behaupten zu unternehmen – war bisher kompliziert.

Der neu veröffentlichte Vulnerability Intelligence Report gibt Ihnen einen Überblick über aktuelle Trends bei der Aufdeckung von Schwachstellen und veranschaulicht diese anhand konkreter Daten aus der Welt der Wirtschaft. Ausgehend von der Anzahl an betroffenen Unternehmen analysiert der Bericht die Prävalenz von Schwachstellen und beleuchtet diejenigen, mit denen es Sicherheitsexperten nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis zu tun haben.

61 % aller in Unternehmensumgebungen festgestellten Schwachstellen werden mit einem hohen Schweregrad bewertet. Daher stehen Cybersecurity-Teams vor der Herausforderung zu bestimmen, welche Schwachstellen tatsächlich ein Risiko darstellen. Sie müssen Prioritäten bei den kritischsten Schwachstellen setzen, um die begrenzten Ressourcen zu deren Behebung optimal einsetzen zu können. Wenn alles gleich dringend ist, ist eine Ersteinschätzung zwecklos.

Bessere Priorisierung ist entscheidend

Um überhaupt Prioritäten setzen zu können, müssen Unternehmen zunächst die tatsächlichen Auswirkungen von Schwachstellen besser verstehen, nicht nur die theoretischen. Als Instrument zur Priorisierung hat CVSS gewisse Nachteile. Was Größenordnung und Volumen angeht, fehlt es an Detailgenauigkeit, da die Mehrzahl der Schwachstellen mit hohem oder kritischem Schweregrad eingestuft werden. Durch den Wechsel von CVSSv2 zu CVSSv3 wird das Problem sogar noch verschärft, da der Großteil aller Schwachstellen jetzt mit dem Schweregrad „Hoch“ oder „Kritisch“ registriert sind.

Der gesunde Menschenverstand sagt einem, dass dort, wo alles wichtig erscheint, nichts wirklich wichtig sein kann. Eine bessere Art der Prioritätensetzung ist gefragt. Um Unterscheidungen machen zu können, muss der Kontext berücksichtigt werden, etwa mithilfe von Threat-Intelligence, damit Unternehmen Schwachstellen danach priorisieren können, welche Bedrohung sie in der Praxis tatsächlich darstellen.

In seinem Vulnerability Intelligence Report möchte Tenable so gewonnene Erkenntnisse vorstellen.

Der Bericht analysiert die Verbreitung von Schwachstellen basierend auf der maximalen Anzahl betroffener Unternehmen pro Tag, um die Schwachstellen aufzuzeigen, mit denen Sicherheitsexperten tagein tagaus zu tun haben.

Im Durchschnitt findet ein Unternehmen bei 960 Assets tagtäglich 870 CVEs. Das bedeutet, dass mit Priorisierungsmethoden, die nur auf die Behebung von CVEs mit hohem Schweregrad ausgelegt sind, in einem durchschnittlichen Unternehmen immer noch mehr als 548 Schwachstellen pro Tag bewertet und priorisiert werden müssen, und das häufig auf mehrere Systeme verteilt.

Das bedeutet, dass mit Priorisierungsmethoden, die nur auf die Behebung von CVEs mit kritischem Schweregrad ausgelegt sind, in einem durchschnittlichen Unternehmen immer noch täglich pro Patch mehr als 100 Schwachstellen priorisiert werden müssen, und das häufig auf mehrere Systeme verteilt. Verschlimmert wird das Pproblem noch dadurch, dass Schwachstellen, die nicht als „kritisch“ definiert sind (d. h. eine CVSS-Bewertung unter 9 haben), dennoch katastrophale Auswirkungen haben können – WannaCry zum Beispiel nutzte eine Schwachstelle mit einer Bewertung unter 9,0 aus (die Schwachstelle war mit 8,5 eingestuft).

Diese Studie zeigt, dass der Umgang mit Schwachstellen eine Frage von Größenordnung, Geschwindigkeit und Volumen ist. Um die zahlreichen, einander vermeintlich sehr ähnlichen Schwachstellen nach der Dringlichkeit ihrer Behebung zu sortieren, bedarf es nicht nur einer technischen, sondern auch einer bedrohungsorientierten Betrachtung.

In diesem Bericht wird die Top 20-Schwachstellen-Chart vorgestellt. Diese bietet Ihnen einen Einblick in die am weitesten verbreiteten Schwachstellen, die in Unternehmen bei verschiedenen Technologien existieren. Das Ranking wurde auf der Grundlage realer telemetrische Daten erstellt, um aufzuzeigen, welche Schwachstellen in Unternehmensumgebungen in der Praxis vorhanden sind und folglich das größte tatsächliche Risiko darstellen. Anhand dieser Informationen können Unternehmen sich einen Überblick darüber verschaffen, wie sie mit ihrer eigenen Schwachstellenliste im Vergleich zur Allgemeinheit dastehen.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Der Heuhaufen selbst wird größer – 2017 wurden insgesamt 15.038 neue Schwachstellen veröffentlicht. 2016 lag diese Zahl noch bei 9.837, was einem Anstieg von 53 % entspricht. 2018 dürfte die Zahl der neuen Schwachstellen zwischen 18.000 und 19.000 liegen. Fast zwei Drittel (61 %) der Schwachstellen, die Unternehmen in ihren Umgebungen feststellen, werden nach CVSSv2 mit hohem Schweregrad (7,0 bis 10,0) bewertet.
  • Doch es gibt darin weniger Nadeln – für lediglich 7 % aller Schwachstellen sind öffentliche Exploits verfügbar. Tatsache ist, dass für die meisten Schwachstellen nie funktionierende Exploits entwickelt werden. Von denjenigen, die vorhanden sind, wird nur ein äußerst geringer Teil von Bedrohungsakteuren aktiv als Waffe ausgenutzt. Diese 7 % zu finden und zu beheben ist entscheidend, wenn es darum geht, die Cyber Exposure eines Unternehmens zu verbessern.

Nach aktuellen Prognosen werden im Jahr 2018 mehr als 1.500 Schwachstellen mit verfügbaren Exploits veröffentlicht. Das entspricht etwas mehr als 28 ausgenutzten Schwachstellen pro Woche. Ein besserer Einblick ist daher nicht nur ein Bonus, sondern ein absolutes Muss. Laden Sie den Vulnerability Intelligence Report hier herunter und nutzen Sie die darin enthaltenen Informationen und Erkenntnisse für Ihre ersten Schritte in Richtung risikoorientierte Priorisierung.

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Von Renaud Deraison• 16. Januar 2019, 11.51 Uhr

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